WeProxy

Leitfaden

Proxy-Formate: ip:port:user:pass, URL und SOCKS5 richtig schreiben

11 Min. Lesezeit

Das Proxy-Format ist die Reihenfolge von Host, Port, Benutzername, Passwort und Protokoll in einer Zeile. ip:port:user:pass, user:pass@host:port und die URL-Formate http:// und socks5h://, welches Tool welches Format erwartet, Sonderzeichen und IPv6, Massenumwandlung und typische Formatfehler.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Proxy-Format beschreibt, in welcher Reihenfolge und mit welchem Trennzeichen dieselben fünf Angaben (Host, Port, Benutzername, Passwort, Protokoll) in einer Zeile stehen; am verbreitetsten sind host:port:user:pass, user:pass@host:port und die URL-Form http://user:pass@host:port.
  • Das Schema im URL-Format bezeichnet das Protokoll des Proxy-Servers: Auch wenn Sie HTTPS-Seiten über einen HTTP-Proxy aufrufen, beginnt die Adresse mit http://; https:// bedeutet, mit dem Proxy selbst TLS zu sprechen.
  • socks5:// löst den Domainnamen auf dem lokalen Rechner auf, socks5h:// auf der Proxy-Seite; damit DNS-Anfragen das lokale Netzwerk nicht verlassen, ist socks5h die bessere Wahl.
  • Im URL-Format müssen @, :, /, #, ? und % im Passwort prozentkodiert werden (@ → %40); ein IPv6-Host steht in eckigen Klammern: http://USER:PASSWORD@[2001:db8::10]:8989.
  • Playwright, Puppeteer und Chrome verlangen die Zugangsdaten getrennt von der URL; die WLAN-Einstellungen in Windows und Android nehmen nur Host und Port an; cURL und Python arbeiten mit einer vollständigen URL mit Schema.

Das Proxy-Format legt fest, in welcher Reihenfolge Host, Port, Benutzername, Passwort und Protokoll eines Proxys in einer einzigen Zeile stehen. Die drei verbreitetsten Varianten sind host:port:user:pass (Panel- und Listenformat), user:pass@host:port und http://user:pass@host:port (URL-Format); einen SOCKS5-Proxy schreiben Sie in derselben URL-Form mit dem Schema socks5:// oder socks5h://.

Die Angaben sind in jedem Format dieselben, nur Reihenfolge und Trennzeichen ändern sich. Probleme entstehen, weil Programme meist genau eines dieser Formate erwarten: cURL und Python wollen eine URL, Antidetect-Browser akzeptieren die vierteilige Zeile, Windows und Android zeigen nur Felder für Host und Port. In den Beispielen unten wird die WeProxy-Gateway-Adresse gw.weproxy.com.tr:8989 verwendet; USER und PASSWORD sind Ihre Zugangsdaten aus dem Kundenpanel.

Was ist ein Proxy-Format und aus welchen Teilen besteht es?

Eine Proxy-Verbindung besteht aus höchstens fünf Angaben. Der Host ist der Domainname oder die IP-Adresse des Proxy-Servers (gw.weproxy.com.tr, 203.0.113.10). Der Port ist die Nummer, auf der der Server Verbindungen annimmt (8989). Benutzername und Passwort brauchen Sie, wenn die Authentifizierung auf diesem Weg erfolgt. Das Protokoll bestimmt, wie der Client mit dem Proxy kommuniziert (http, socks5).

Host und Port sind in jedem Format Pflicht. Ohne Zugangsdaten bleibt die Zeile bei host:port; der Proxy autorisiert die Verbindung dann anhand der IP-Adresse, von der sie kommt (IP-Whitelist). Das Protokoll wird in den meisten Formaten nicht mitgeschrieben, und der Client nutzt seinen eigenen Standard. Viele Tools lesen eine Zeile ohne Schema als HTTP-Proxy; geben Sie einen SOCKS5-Proxy ohne Schema an, kommt die Verbindung zwar zustande, doch bei der ersten Anfrage erhalten Sie einen Fehler wegen nicht passender Protokolle.

Den Unterschied zwischen HTTP und SOCKS5 und welches Protokoll für welche Aufgabe passt, erklärt der Artikel HTTP vs. SOCKS5. Für welches Protokoll Sie sich auch entscheiden: Das Programm muss es erfahren, entweder über das Schema oder über ein separates Auswahlmenü.

Wie liest man das Format ip:port:user:pass?

ip:port:user:pass (oder host:port:user:pass) ist das Format, das in Proxy-Listen am häufigsten vorkommt. Die vier Felder sind durch Doppelpunkte getrennt:

gw.weproxy.com.tr:8989:USER:PASSWORD
203.0.113.10:8989:USER:PASSWORD

Dieses Format lässt sich leicht in Tabellen, Textdateien und die Importfelder von Antidetect-Browsern einfügen. Nachteilig ist, dass das Trennzeichen selbst in den Daten vorkommen kann. Enthält das Passwort ein :, zerfällt die Zeile in fünf Teile, und welcher Teil wozu gehört, hängt von der Annahme des Programms ab. Eine IPv6-Adresse wird ohnehin mit : geschrieben und ist in diesem Format nur in eckigen Klammern lesbar ([2001:db8::10]:8989:USER:PASSWORD).

Manche Anbieter liefern dieselben vier Felder in anderer Reihenfolge: user:pass:host:port oder host:port@user:pass. Das Programm errät die Reihenfolge nicht aus Ihrer Liste. Es prüft, ob das zweite Feld eine Zahl ist, und hält es dann für den Port; besteht das Passwort nur aus Ziffern, geht das falsche Einlesen ohne Fehlermeldung durch, und am Ende steht ein 407. Prüfen Sie anhand von Host und Port in der ersten Zeile, in welcher Reihenfolge Ihre Liste aufgebaut ist.

URL-Format: Wie schreibt man http://user:pass@host:port?

Das URL-Format nutzt die allgemeine Adressstruktur aus RFC 3986:

schema://benutzer:passwort@host:port
http://USER:[email protected]:8989

Das Schema bezeichnet das Protokoll des Proxy-Servers; welches Protokoll die Zielseite verwendet, spielt dafür keine Rolle. Wenn Sie eine HTTPS-Seite über einen HTTP-Proxy aufrufen, beginnt die Proxy-Adresse trotzdem mit http://. Der Client schickt eine CONNECT-Anfrage an den Proxy, und die TLS-Verbindung wird innerhalb dieses Tunnels aufgebaut. Das Schema https:// bedeutet dagegen, dass der Client mit dem Proxy-Server selbst TLS spricht; bietet der Proxy das nicht an, bricht die Verbindung beim Handshake ab.

Verbreitet ist auch die Form user:pass@host:port ohne Schema. Die meisten Programme lesen sie als HTTP-Proxy, aber nicht jedes Tool akzeptiert sie. Python-Bibliotheken wie requests und httpx erwarten eine vollständige URL mit Schema. Beispiele für die einzelnen Bibliotheken finden Sie im Artikel Proxy in Python nutzen.

In cURL übergeben Sie die URL an den Parameter -x. Wollen Sie die Zugangsdaten aus der Adresse heraushalten, verwenden Sie -U:

curl -x "http://USER:[email protected]:8989" https://api.ipify.org
curl -x "http://gw.weproxy.com.tr:8989" -U "USER:PASSWORD" https://api.ipify.org

Laut der cURL-Dokumentation gilt eine Adresse ohne Schema im Wert von -x als HTTP-Proxy, und ohne Portangabe wird 1080 angenommen. Schreiben Sie den Port immer ausdrücklich aus; sonst geht die Anfrage an den falschen Port, und Sie erhalten Connection refused.

Wie schreibt man einen SOCKS5-Proxy? Der Unterschied zwischen socks5 und socks5h

Die URL eines SOCKS5-Proxys sieht aus wie bei HTTP, nur das Schema ändert sich:

socks5://USER:[email protected]:8989
socks5h://USER:[email protected]:8989

Die beiden Schemata unterscheiden sich darin, wo der Domainname aufgelöst wird. socks5:// löst den Domainnamen des Ziels auf Ihrem Rechner auf und schickt dem Proxy die IP-Adresse. socks5h:// reicht den Domainnamen unverändert an den Proxy weiter, und die DNS-Auflösung findet auf der Proxy-Seite statt. Mit der zweiten Variante verlassen Ihre DNS-Anfragen das lokale Netzwerk nicht, und das Ziel wird passend zum Land des Proxys aufgelöst. Details stehen im DNS-Leak-Leitfaden.

curl -x "socks5h://USER:[email protected]:8989" https://api.ipify.org

Bei SOCKS5 werden Benutzername und Passwort in einer eigenen Subnegotiation übertragen (RFC 1929); ein HTTP-Proxy transportiert dieselben Angaben im Header Proxy-Authorization. An der Schreibweise des Formats ändert das in beiden Protokollen nichts. SOCKS4 hat dagegen kein Passwortfeld und überträgt nur eine Benutzerkennung; schreiben Sie einen Proxy mit Benutzername und Passwort als socks4://, läuft die Authentifizierung ins Leere.

Die meisten WeProxy-Produkte bieten HTTP und SOCKS5 gemeinsam an. Mobile Proxy-Endpunkte unterstützen nur HTTP; schreiben Sie dieses Produkt mit socks5://, kommt keine Verbindung zustande. Welche Protokolle unterstützt werden, steht in der Tabelle mit den technischen Daten auf der Produktseite.

Proxy-Formate im Vergleich

FormatBeispielProtokollangabeSonderzeichenTypische Verwendung
host:portgw.weproxy.com.tr:8989KeineKein ProblemIP-Whitelist, System-Proxy-Einstellung
host:port:user:passgw.weproxy.com.tr:8989:USER:PASSWORDKeine: teilt das PasswortPanel-Listen, Massenimport in Antidetect-Browsern
user:pass@host:portUSER:[email protected]:8989Keine@ und : müssen kodiert werdenManche Bot- und Scraper-Tools
URL (http://)http://USER:[email protected]:8989JaProzentkodierungcURL, Python, Node.js, Umgebungsvariablen
URL (socks5h://)socks5h://USER:[email protected]:8989Ja, DNS auf dem ProxyProzentkodierungcURL, Python-SOCKS-Clients

Wenn Sie Code schreiben, nehmen Sie das URL-Format als Grundlage: Es enthält das Protokoll, folgt einer festen Parsing-Regel, und Sonderzeichen lassen sich per Prozentkodierung entschärfen. Zum Teilen von Listen oder zum Massenimport in einen Antidetect-Browser ist host:port:user:pass praktischer.

Welches Tool erwartet welches Proxy-Format?

ToolErwartetes FormatHinweis
cURL-x schema://user:pass@host:portZugangsdaten können auch separat mit -U user:pass übergeben werden
Python (requests, httpx)Vollständige URL mit SchemaFür SOCKS ist ein zusätzliches Paket nötig
UmgebungsvariablenHTTPS_PROXY=http://user:pass@host:portcURL liest für HTTP nur das kleingeschriebene http_proxy
PlaywrightSeparate Felder server, username, passwordIn server stehen keine Zugangsdaten
Puppeteer, Chrome--proxy-server=host:portZugangsdaten werden mit page.authenticate() übergeben
Antidetect-BrowserSeparate Felder oder SchnelleinfügenDie meisten erkennen host:port:user:pass und das URL-Format
ProxifierSeparate Felder und ProtokollauswahlSOCKS Version 5 oder HTTPS auswählen
Windows, Android-WLANNur Host und PortEs gibt kein Feld für Benutzername und Passwort

Dass Tools zur Browser-Automatisierung die Zugangsdaten getrennt von der URL verlangen, ist eine bewusste Designentscheidung. Das Chrome-Flag --proxy-server akzeptiert keinen user:pass@-Teil. Playwright nimmt den Proxy als Objekt entgegen:

const browser = await chromium.launch({
  proxy: {
    server: 'http://gw.weproxy.com.tr:8989',
    username: 'USER',
    password: 'PASSWORD',
  },
})

Laut der Playwright-Dokumentation wird ein Wert host:port ohne Schema als HTTP-Proxy gelesen. Chrome selbst unterstützt keine SOCKS5-Proxys mit Benutzername und Passwort; nutzen Sie für die Automatisierung mit Chrome bei Proxys mit Authentifizierung das HTTP-Schema. Die komplette Einrichtung mit page.authenticate() in Puppeteer zeigt die Seite zur Puppeteer-Integration.

Die Bildschirme in Windows und Android, über die Sie einen systemweiten Proxy einstellen, nehmen nur Host und Port an. Tragen Sie dort einen Proxy mit Authentifizierung ein, fragen manche Apps nach dem Passwort, andere lehnen die Verbindung ohne Nachfrage ab. Eine Schritt-für-Schritt-Einrichtung finden Sie in den Anleitungen für Windows und Android auf der Seite Integrationen.

Wie schreibt man Passwörter mit Sonderzeichen und IPv6-Adressen?

Im URL-Format haben die Zeichen @, :, /, #, ? und % eine besondere Bedeutung. Kommt eines davon im Passwort vor, muss es prozentkodiert werden:

ZeichenKodierte Form
@%40
:%3A
/%2F
#%23
?%3F
%%25

Lautet Ihr Passwort zum Beispiel p@ss:9, wird die URL zu http://USER:p%40ss%[email protected]:8989. Ein nicht kodiertes @ bringt den Client dazu, den Rest des Passworts für den Hostnamen zu halten; das Ergebnis ist entweder ein Fehler wegen einer nicht auflösbaren Adresse oder 407 Proxy Authentication Required. Kodieren Sie nicht von Hand, sondern nutzen Sie die passende Funktion Ihrer Programmiersprache:

from urllib.parse import quote

password = quote("p@ss:9", safe="")  # p%40ss%3A9
proxy = f"http://USER:{password}@gw.weproxy.com.tr:8989"

Die Prozentkodierung gilt nur im URL-Format. Schreiben Sie %40 in eine host:port:user:pass-Zeile, schicken die meisten Programme diese Zeichen wörtlich als Teil des Passworts. Bei Tools mit eigenen Feldern für Benutzername und Passwort (Playwright, Proxifier, Antidetect-Browser) tragen Sie das Passwort immer unkodiert so ein, wie es ist.

IPv6-Adressen stehen in einer URL in eckigen Klammern, weil sich die :-Zeichen der Adresse sonst mit dem Port-Trennzeichen vermischen:

http://USER:PASSWORD@[2001:db8::10]:8989

Fehlen die Klammern, hält der Client den letzten Doppelpunkt der IPv6-Adresse für das Port-Trennzeichen. Auf welchen Seiten IPv6-Proxys funktionieren, beschreibt der Artikel IPv4 vs. IPv6.

Wie wandelt man eine Proxy-Liste in ein anderes Format um?

Wenn Sie eine Liste, die Sie im Panel als host:port:user:pass erhalten haben, für ein Skript in URLs umwandeln müssen, konvertiert der Proxy-Format-Konverter die Zeilen gesammelt. Das Tool erkennt vier Eingabeformate (schema://user:pass@host:port, user:pass@host:port, host:port:user:pass, host:port) und schreibt sie in das Format, das Sie auswählen. Die Umwandlung läuft in Ihrem Browser, die Liste wird nicht an einen Server geschickt.

Für das Tool gelten diese Regeln:

  • Zeilen ohne Schema werden mit http:// ins URL-Format umgewandelt. Wenn Sie SOCKS5 nutzen, ändern Sie das Schema in der Ausgabe.
  • In der URL-Ausgabe werden Benutzername und Passwort prozentkodiert; in der Ausgabe host:port:user:pass bleiben sie unverändert.
  • In einer vierteiligen Zeile wird das zweite Feld als Port gelesen. Bringen Sie eine Liste in der Reihenfolge user:pass:host:port zuerst in die richtige Reihenfolge.
  • Zeilen mit dem Schema socks5h:// erkennt das Tool nicht und zählt sie als „übersprungen“. Sie können diese Zeilen mit socks5:// umwandeln und das Schema in der Ausgabe zurücksetzen.

Möchten Sie dasselbe in einem Skript erledigen, teilen Sie die Zeile höchstens dreimal, denn das Passwort kann ein : enthalten:

from urllib.parse import quote

def to_url(line: str, scheme: str = "http") -> str:
    host, port, user, password = line.strip().split(":", 3)
    return f"{scheme}://{quote(user, safe='')}:{quote(password, safe='')}@{host}:{port}"

print(to_url("gw.weproxy.com.tr:8989:USER:PASSWORD"))
# http://USER:[email protected]:8989

split(":", 3) trennt an den ersten drei Trennzeichen; die :-Zeichen im Passwort bleiben im letzten Teil. Mit IPv6-Hosts funktioniert diese Methode nicht, diese Zeilen verarbeiten Sie separat.

Fehler im Proxy-Format und ihre Lösungen

Eine falsch geschriebene Proxy-Zeile führt selten zu einem klaren „Formatfehler“. Der Fehler zeigt sich in einer anderen Phase der Verbindung und unter einem anderen Namen:

SymptomMögliche Ursache im FormatLösung
407 Proxy Authentication RequiredNicht kodiertes Zeichen im Passwort, vertauschte FeldreihenfolgePasswort prozentkodieren, Reihenfolge prüfen
Connection refusedPort fehlt oder ist falsch, Standardport wurde verwendetPort ausdrücklich angeben
Verbindung bricht bei der ersten Anfrage absocks5:// für einen HTTP-Proxy oder http:// für einen SOCKS5-Proxy angegebenSchema an das Protokoll des Produkts anpassen
SSL/TLS-Handshake-FehlerProxy-Adresse mit https:// geschriebenhttp:// verwenden
Ihre echte IP ist sichtbarProxy nur für HTTP-Anfragen gesetzt oder NO_PROXY umfasst das ZielProxy auch für HTTPS festlegen
Zeile wird nicht importiertTool erkennt diese Reihenfolge nichtZeile in das vom Tool erwartete Format umwandeln

Um unabhängig vom Code zu sehen, ob eine Zeile stimmt, fügen Sie sie in den Proxy Checker ein. Funktioniert eine Zeile im Checker, aber nicht in Ihrem Programm, liegt das Problem im Format oder in der Proxy-Einstellung des Programms. Land und Netz der Ausgangs-IP prüfen Sie mit dem Tool My IP. Aus welcher Schicht ein HTTP-Statuscode kommt und welche Retry-Strategie bei vorübergehenden Fehlern hilft, erklärt der Artikel Proxy-Fehlercodes im Überblick ausführlich.

Proxy-Zeilen mit Zugangsdaten sind Passwörter. Teilen Sie sie nicht in Screenshots, Support-Tickets oder öffentlichen Repositories; lesen Sie sie im Code aus Umgebungsvariablen und entfernen Sie das Passwort aus der URL, bevor Sie Logs weitergeben. Wofür Sie den Proxy auch nutzen, es gelten die Nutzungsbedingungen der Zielseite, die Datei robots.txt und die Pflichten aus der DSGVO. Welche Nutzung bei WeProxy erlaubt ist, steht auf der Seite Acceptable Use. Rotierende und statische IP-Optionen vergleichen Sie auf den Seiten Rotating Residential Proxy und statische Datacenter-IPv4.

Häufige Fragen

Was bedeutet das Format ip:port:user:pass?

Es ist ein Listenformat, in dem IP-Adresse oder Host, Port, Benutzername und Passwort des Proxys durch Doppelpunkte getrennt stehen, zum Beispiel gw.weproxy.com.tr:8989:USER:PASSWORD. Antidetect-Browser und Importfelder für den Massenimport akzeptieren dieses Format direkt. Code und Kommandozeilen-Tools erwarten dagegen meist das URL-Format http://USER:PASSWORD@host:port; zum Umwandeln können Sie den Proxy-Format-Konverter nutzen.

Schreibt man die Proxy-Adresse mit http:// oder https://?

In den meisten Fällen mit http://. Das Schema bezeichnet das Protokoll des Proxy-Servers, die Zielseite spielt dafür keine Rolle. Rufen Sie eine HTTPS-Seite über einen HTTP-Proxy auf, schickt der Client ein CONNECT an den Proxy, und TLS wird innerhalb des Tunnels aufgebaut. Das Schema https:// bedeutet, dass der Client auch mit dem Proxy-Server TLS spricht; bietet der Proxy das nicht an, bricht die Verbindung beim Handshake mit einem SSL-Fehler ab.

Was ist der Unterschied zwischen socks5 und socks5h?

Beide verbinden sich mit demselben SOCKS5-Proxy; der Unterschied liegt in der DNS-Auflösung. socks5:// löst den Domainnamen des Ziels auf Ihrem Rechner auf und schickt dem Proxy die IP-Adresse. socks5h:// reicht den Domainnamen an den Proxy weiter und lässt ihn dort auflösen. Die zweite Variante verhindert, dass DNS-Anfragen Ihr lokales Netzwerk verlassen, und das Ziel wird passend zum Standort des Proxys aufgelöst. cURL und requests in Python kennen beide Schemata.

Mein Passwort enthält @ oder :, wie schreibe ich es in die Proxy-URL?

Schreiben Sie diese Zeichen im URL-Format prozentkodiert: %40 statt @, %3A statt :, %2F statt / und %23 statt #. Aus dem Passwort p@ss:9 wird so p%40ss%3A9. In Python erledigt urllib.parse.quote(passwort, safe="") das für Sie. Die Kodierung gilt nur innerhalb einer URL; in Tools mit eigenem Passwortfeld und in host:port:user:pass-Zeilen tragen Sie das Passwort unverändert ein.

Welchen Fehler bekomme ich, wenn das Proxy-Format falsch ist?

Ein Formatfehler zeigt sich meist unter einem anderen Namen. Ein nicht kodiertes Zeichen im Passwort oder eine vertauschte Feldreihenfolge führt zu 407 Proxy Authentication Required. Ein fehlender Port ergibt Connection refused, ein falsches Schema eine Verbindung, die bei der ersten Anfrage abbricht, und eine mit https:// geschriebene Proxy-Adresse einen SSL-Handshake-Fehler. Fügen Sie die Zeile in den Proxy Checker ein, um zu sehen, ob das Problem im Format oder in der Proxy-Einstellung des Programms liegt.

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